
Ein Projektbericht über die Auswahl eines passgenauen Learn-Management-Systems und die Umstellung von Präsenzlernen auf Blended Learning.
Die DILO Armaturen und Anlagen GmbH mit Hauptsitz im Allgäu ist ein Hidden Champion im Sonderanlagenbau für emissionsfreies Management und Handling von Gasen, z. B. SF6-Gase. Mit Vertretungen in über 80 Ländern liefert das Unternehmen nicht nur weltweit Lösungen für das professionelle Aufarbeiten, Mischen und Absaugen von Gasen, sondern ist auch global als Technologieführer dieser Sparte bekannt – eine Expertise, die sich auch in den Kundentrainings widerspiegelt:
„DILO ist nicht nur ein Anbieter von Produkten, unser Know-how und Erfahrung werden von sehr vielen Kunden auch als wichtige Ressource für ihre eigenen Mitarbeiter gesehen. Hier gehen unsere Vision „ONE VISION, ZERO EMISSIONS“ mit unseren hochmodernen, qualitativ hochwertigen Produkten und das Bildungsangebot an die Kunden Hand in Hand: Denn nur wenn ich weiß, warum und wie ich ein Gerät bedienen muss, kann ich das ganze Potential nutzen und emissionsfrei die verschiedenen Isolationsgase handhaben“, erklärt Ulrich Ammer, Vertriebsleiter und Projektverantwortlicher bei DILO.
Recherche geeigneter LMS-Anbieter, Kontaktaufnahme und schrittweise Eingrenzung anhand von Must-haves, Nice-to-haves und weichen Kriterien wie Zuverlässigkeit und Engagement.
Produktdemos und Zeitplanabgleich, anschließend Testsystem im Einsatz, um Look and Feel sowie die Umsetzbarkeit des didaktischen Konzepts zu prüfen.
Parallel zur Systemauswahl Entwicklung eines Leitfadens zur Verteilung von Lernzielen auf Formate, Methoden und Medien inklusive Lernerfolgskontrollen.

Bis zum Frühjahr 2020 absolvierte DILO rund 560 Trainingstage vor Ort oder im Trainingscenter in Babenhausen und schulte jährlich etwa 2.500 Teilnehmer:innen zu SF6-Gasen und eigenen Produkten. Der erste Lockdown ließ dieses Vertriebsinstrument entfallen. DILO war jedoch vorbereitet: Schon zuvor hatte das Unternehmen beschlossen, Präsenztrainings um digitale Formate zu ergänzen. Ziel waren flexibles Lernen, Kundenbindung, globale SF6-Zertifizierungen und weniger Reiseaufwand. Dafür führte DILO ein Learning-Management-System ein und entwickelte ein Blended-Learning-Konzept.
DILO suchte Unterstützung bei der Auswahl und Einführung eines globalen Learning-Management-Systems. Dafür sollten Anforderungen strukturiert, priorisiert und Anbieter neutral bewertet werden. Ein Praxistest sollte zeigen, ob sich das geplante Blended-Learning-Konzept technisch umsetzen lässt. Dieses sollte E-Learning, Webinare und Präsenztrainings sinnvoll verbinden. Zusätzlich unterstützte kothes DILO beim Aufbau von Trainerkompetenz sowie Redaktions- und Übersetzungsprozessen – für flexible, praxisnahe und weltweit verfügbare Kundenschulungen.
Anforderungen strukturieren, Anbieter neutral vergleichen und das geeignete LMS anhand eines Praxistests auswählen.
Präsenztrainings, Webinare und E-Learning sinnvoll kombinieren – inklusive Lernzielen, Methoden und Lernerfolgskontrollen.
Trainer:innen, Redaktions- und Übersetzungsprozesse für die Erstellung digitaler Trainings aufbauen.

Um aus der großen Zahl an E-Learning-Systemen das passende für DILO zu finden, entwickelten wir zunächst in einem gemeinsamen Workshop die Anforderungen und Knock-out-Kriterien. Über 100 Kriterien wurden priorisiert – darunter EU-Serverstandort, Pflichtsprachen, MS-Teams-Anbindung und ein mögliches Bezahlsystem. Nach Anbieterrecherche, Vorauswahl und Produktpräsentationen prüfte DILO die Favoriten im Pilottest. So ließ sich bewerten, ob das geplante didaktische Konzept praxistauglich im System umsetzbar ist.
Für DILO war klar: Die zukünftigen Trainings sollten digitale Selbstlernphasen mit Präsenztrainings und Live-Webinaren verbinden. Der Blended-Learning-Ansatz kombiniert die Vorteile beider Formate. Im LMS können Teilnehmende Inhalte zeit- und ortsunabhängig bearbeiten, in ihrem eigenen Tempo lernen und Themen bei Bedarf wiederholen. So wird die weltweite Schulung erleichtert und Wissen kann direkt am Arbeitsplatz angewendet werden.
Die Live-Termine schaffen Raum für Austausch, Fragen und Diskussionen. Gerade bei technischen Produkten sind sie wichtig, um Geräte praktisch und haptisch kennenzulernen. Gleichzeitig mussten die Inhalte sinnvoll auf die verschiedenen Formate verteilt werden. kothes unterstützte die DILO-Trainer:innen dabei, digitale Lernangebote zu konzipieren.
Gemeinsam entwickelte kothes mit DILO ein didaktisches Konzept. Es zeigt, wie komplexe Themen in kleinere Lerneinheiten gegliedert, Lernziele definiert und passende Medien und Methoden ausgewählt werden. Empfehlungen zur Wissenssicherung, zu Wiederholungen und zu Lernerfolgskontrollen machen es zum praxisnahen Leitfaden für Blended-Learning-Trainings.

Zu Beginn des Projekts formulierte DILO ein klares Ziel: „Heute in einem Jahr können wir unseren Kunden ein erstes Training im neuen Learn-Management-System anbieten.“ Und das ist gelungen: Innerhalb eines Jahres wählte DILO ein LMS aus, implementierte es und entwickelte parallel ein passendes didaktisches Konzept. Das Trainingsteam formierte sich neu, etablierte Redaktions- und Übersetzungsprozesse und erstellt heute neben Präsenztrainings auch E-Learnings und Webinare. Eine sportliche Leistung, auf die auch wir bei kothes stolz sind! Wir hatten große Freude an diesem Projekt und bedanken uns bei allen Mitwirkenden von DILO. Es war blende(n)d!

„Das Projekt wurde sehr professionell und effizient bearbeitet. Die Milestones wurden pünktlich erreicht, die Aufteilung der einzelnen Projektschritte war schlüssig und die Zielvorgaben hinsichtlich Zeit, Inhalt und Kosten wurden ebenfalls eingehalten. Die Zeitschiene war immer knapp angesetzt und hat kothes bestimmt auch vor die ein oder andere Schwierigkeit gestellt, aber die Kapazitäten wurden gut und richtig geplant. Auch die positive Einstellung und die Freude am Projekt auf kothes-Seite hat ebenfalls zum guten Gelingen beigetragen.“
DILO
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