
Wie TROX mit kothes die Grundlage für skalierbare Content-Delivery schuf
Die TROX SE (nachfolgend “TROX”) mit Sitz in Neukirchen-Vluyn zählt zu den weltweit führenden Anbietern in der Lüftungs- und Klimatechnik. Das Unternehmen ist in über 70 Märkten aktiv und verfügt über 33 Tochtergesellschaften sowie 20 Produktionsstandorte.
2023 stellte sich TROX einer zentralen Herausforderung: Technische Informationen genau dort bereitzustellen, wo sie gebraucht werden. Und das zielgerichtet, strukturiert und jederzeit verfügbar. Geplant war der Aufbau eines digitalen Wissens- und Serviceportals auf Basis des DOCUFY TopicPilot, das Inhalte modular, kontextbezogen und rollenbasiert ausliefert.
Für die konzeptionelle Grundlage holte TROX die Expert:innen von kothes ins Boot. Gemeinsam entwickelten sie in Workshops ein nachhaltiges Metadatenmodell inklusive PI-Klassifikation. Dieses Modell ermöglicht es, Inhalte im TopicPilot gezielt zu filtern, dynamisch auszuspielen und langfristig wartbar zu machen.
Die redaktionelle Infrastruktur war bereits etabliert: Seit 2013 arbeitet TROX mit dem XML-basierten Redaktionssystem COSIMA von DOCUFY, das ebenfalls gemeinsam mit kothes eingeführt wurde. Rund 250 Betriebsanleitungen werden darin für internationale Märkte in bis zu 20 Sprachen gepflegt.
Mit wachsender Produktvielfalt und höheren Erwartungen an die digitale Bereitstellung stieß das bisherige Modell jedoch an sein Grenzen. Der Aufbau des DOCU PORTALs war die logische Weiterentwicklung und mit dem Pilotprojekt „Brandschutzklappen“ bestand das Portal erfolgreich seinen ersten Test (mehr zum Pilotprojekt weiter unten).
Heute steht das Portal auf einem stabilen Fundament. Weitere Landesgesellschaften bereiten bereits ihre Anbindung vor. Zusätzliche Datenquellen wie PIM-Systeme, Servicedokumentationen und interne Chatbots sollen ebenfalls integriert werden. Alle Systeme greifen dabei auf die strukturierte COSIMA-Datenbasis zurück, die methodisch mit kothes entwickelt wurde.
Abgleich von Nutzungskontexten und Rollen, Einbindung der Fachbereiche und Ableitung praxistauglicher Regeln für den Redaktionsalltag.
Befüllung einer Testinstanz mit klassifizierten Inhalten und Validierung der rollenbasierten, kontextbezogenen Bereitstellung inklusive mobilem Zugriff.

TROX setzte bereits 2013 gemeinsam mit kothes auf Struktur und Systematik und führte COSIMA ein. Modulare Content-Bausteine, konsistente Strukturen und gepflegte Inhalte sorgten für hohe Qualität und effiziente Übersetzungen. Besonders das Handling zahlreicher Übersetzungen wurde deutlich einfacher und transparenter.
Mit wachsender Variantenvielfalt, neuen Zielgruppen und dem Wunsch nach digitaler, kontextbezogener Bereitstellung stieß das bisherige PDF-Modell jedoch an Grenzen. Inhalte sollten künftig rollenbasiert und auf jedem Endgerät dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden. Gemeinsam mit kothes entwickelte TROX dafür die Grundlage eines zentralen, modularen Wissensportals.
Das neue Portal erforderte ein Umdenken in der Technischen Redaktion. Die modularen Inhalte mussten nun umfassend und durchgängig klassifiziert und mit Metadaten versehen werden. TROX wünschte sich ein einheitliches, skalierbares Metadatenkonzept mit durchgängiger PI-Klassifikation, das über alle Produkte und Anleitungen hinweg anwendbar ist und damit anschlussfähig für neue Märkte, Varianten und Zielgruppen. Gemeinsam mit kothes wurden dafür vier zentrale Aufgabenfelder definiert. Die Aufgabe für kothes war damit klar: Ein durchgängiges, redaktionsnahes Metadatenkonzept zu entwickeln, das die bestehenden Inhalte in COSIMA verlässlich abbildet und zugleich skalierbar bleibt für künftige Inhalte, Produktgruppen und Zielmärkte.
Ziel war, Inhalte so aufzubereiten, dass nur die jeweils relevante Information abhängig von Rolle, Kontext oder Anwendungssituation ausgeliefert wird.
Alle Inhalte sollten mit einem einheitlichen und zukunftssicheren Metadatenmodell sowie einer maschinell lesbaren PI-Klassifikation versehen werden.
Interne Fachbereiche wurden frühzeitig eingebunden, um ein gemeinsames Verständnis für Informationsbedarfe und Systemlogik zu schaffen.
Ein konkreter Use-Case – die Produktgruppe Brandschutzklappen – sollte zeigen, wie das Metadatenmodell in der Praxis funktioniert, und die spätere Skalierbarkeit sicherstellen.

In gemeinsamen Workshops analysierte kothes mit dem TROX-Team systematisch die inhaltlichen und strukturellen Anforderungen. Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen der Technischen Redaktion: Welche Informationen werden in welchem Nutzungskontext benötigt? Und wie müssen Inhalte aufgebaut, klassifiziert und verschlagwortet sein, damit sie gezielt auffindbar und mediengerecht ausgespielt werden können? Das Ergebnis war ein belastbarer erster Entwurf für ein nachhaltiges Metadatenkonzept, das redaktionelle Anforderungen ebenso berücksichtigt wie die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer:innen.
Auf dieser Grundlage entwickelte kothes gemeinsam mit dem TROX-Team eine PI-Klassifikation, die sich an der bestehenden Produktstruktur orientiert und für alle modularen Inhalte geeignet ist. Entscheidend war die praktische Umsetzung im Redaktionsalltag: Die Systematik wurde eng an realen Produktstrukturen, vorhandenen Modulen und redaktionellen Workflows ausgerichtet. So entstand ein Konzept, das nicht nur fachlich tragfähig, sondern auch operativ umsetzbar und im Team akzeptiert ist.
In einem Pilotprojekt wurde anschließend eine Testinstanz des TopicPilot von DOCUFY mit klassifizierten Inhalten aus der Produktgruppe Brandschutzklappen befüllt. Dabei zeigte sich: Die technische Implementierung ist nur ein Teil des Erfolgs. Produktmanager:innen konnten live erleben, wie sich Informationen intuitiv filtern, gezielt abrufen und direkt anwenden lassen. Auch der mobile Zugriff per QR-Code funktionierte problemlos. Die Vorteile der strukturierten Informationsbereitstellung wurden für Redaktion, Service, Produktmanagement und Vertrieb unmittelbar greifbar. Die anfängliche Skepsis wich echter Überzeugung.

Mit dem neuen Metadatenkonzept und der PI-Klassifikation hat TROX die Grundlage für eine moderne digitale Informationsarchitektur geschaffen. Statt statischer PDFs stehen nun modulare Inhalte zur Verfügung, die sich dynamisch filtern und passend zum Nutzungskontext ausspielen lassen. Nach dem erfolgreichen Prototypen folgt die internationale Skalierung: Auch die Tochtergesellschaften in Norwegen und der Schweiz sollen COSIMA und das Metadatenkonzept nutzen. Gemeinsam mit kothes entsteht so die Basis für hochwertige Content-Delivery-Portale und eine zukunftssichere Technische Redaktion.

„Das Ergebnis ist gelungen! Unsere Mitarbeitenden brauchen keine großen Dokumente mehr durch die Gegend zu schieben und unsere Kunden können die Informationen selbstständig ganz einfach finden.“
Christian Schmithüsen
Technischer Redakteur und Projektverantwortlicher
TROX SE
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